Ein jeder ist das Dopamin der Demokratie

Von Kai Krieger

Mit der von mir gestarteten Aktion aus Social Media zur Meinungsfreiheit von Schüler und Schülerinnen ist es mir wichtig ein weiteres wichtiges Zeichen für unser Demokratie aus der Mitte der Gesellschaft zu setzen. Unterstützt werde ich dabei mittlerweile von einer Vielzahl aus Akteuren, die unsere Region mitgestalten. Ein jeder ist Teil der Demokratie und ein jeder ist aufgefordert diese nicht zu leben, sondern auch sichtbar zu machen.

Mir und den Akteuren geht es darum für etwas zu sein und nicht ständig gegen etwas zu sein.

Wir sind für die Werte der Demokratie, deren aktiven Vermittlung und freier Meinungsäußerung. Dies soll auch weiterhin für unsere Schulen und Hochschulen gelten. Demokratische Vielfalt darf sich zeigen. Demokratie lebt von der gemeinsamen Gestaltung. Sie lebt aber auch davon ihre Werte zu vermitteln und öffentlich sichtbar zu machen.

Ein jeder, der diese Werte teilt und sich für die Grundwerte der Demokratie einsetzten möchte ist eingeladen die Aktion #DopaminderDemokratie mit Social-Media-Beiträgen oder Gesprächen unter Nachbarn zu unterstützen.

Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, gemeinsame Aktivitäten zur Demokratie sichtbar zu machen. An Schulen offen über Politik zu reden und die Werte unserer Demokratie zu vermitteln. Schüler und Schülerinnen sollen weiterhin offen ihre Gedanken zu den Werten der Demokratie zeigen dürfen. Gerade diese Werte ermöglichen es, dass neue Parteien gegründet werden dürfen. Aber eine jede Partei muss sich auch in einer Demokratie gefallen lassen, offen diskutiert zu werden. Ich und viele andere Bürger müssen es sich auch gefallen lassen verunglimpft zu werden, wenn sie an einem friedlichen Fest zu Demokratie teilnehmen. Dies gehört zu unserer Demokratie. Aber die Diskussion und kreative Reibungen schaffen, dann was Neues, wenn man miteinander spricht und nicht

 

Die Gesellschaft, darf die Diskussionen und Entscheidungen in unserem Land nicht den Extremen überlassen. Aus anderen Ländern sehen wir, was alles passieren kann.

Viele Engagements in Verbänden, unter Bürgern und in Institutionen zeigen, wie wichtig ist es ist, dass wir alle uns für die Grundwerte unserer Demokratie einsetzten. Jüngere Beispiele sind die Demokratieparten im Polizeipräsidium Mittelhessen oder das Demokratiefest in Gießen.

Die Grundwerte unserer Demokratie geraten zunehmend von Außen durch die internationale Politik der Großmächte, aber auch Strömungen und Akteure in Deutschland und in Europa unter Druck. Anstatt miteinander zu reden, werden Anträge und Forderungen gestellt.

Auf diese zunehmenden Spitzfindigkeiten, in dem aktuellen Fall von Seiten der AFD, bin ich durch die Berichterstattung des Gießener Anzeigers zum kleinen Antrag der AFD aus dem Dezember aufmerksam geworden (Quelle: Gießener Anzeiger).

Als Künstler und Innovationsmanager habe ich eine hohe Toleranz. Diese Toleranz gilt auch unterschiedlichen politischen Ansichten gegenüber. Diese fordert aber auch eine Toleranz von politischen Gruppierungen gegenüber anderen Ansichten, solange diese mit unserer Verfassung konform sind. Dies fordert auch eine Wertschätzung gegenüber der Vermittlung und der Sichtbarmachung von demokratischen Werten an Schulen und Bildungseinrichtungen. Diese Toleranz scheint bei der AfD auf Basis einiger Anträge auf der Landesebene nicht der Fall zu sein. Es wäre wünschenswert, wenn auch hier Anträge zur Demokratiefreiheit und Ansätze zur Toleranz überdacht werden würden. Ein respektvoller Umgang mit dem Engagement von Schülern und Schülerinnen ist wünschenswert. Es gilt auch das Engagement von Lehrer zu loben, die die Werte unserer Demokratie vermitteln und sich für Vielfalt, Freiheit und ein Miteinander einsetzen.

Ich möchte das unsere Kinder und junge Menschen, ebenso wie wir, in einer gelebten und offenen Demokratie aufwachsen. Kinder und Jugendliche sollen Fantasie entwickeln, Neues kreieren, offen miteinander umgehen können und Zukunft in Freiheit miteinander gestalten können. Diese Werte ermöglichen es gerade, dass neue Parteien entstehen können, neue Gedanken Kreativität fordern die Herausforderungen im gemeinsamen Leben zu meisten.

 

Es sind gerade Zeiten in der Viel in Veränderung ist. Gewohntes funktioniert nicht mehr so wie früher, die Preise steigen, Krisen und Kriege verunsichern und die digitale Entwicklung fordert viele heraus mit Schritt zu halten. Als Künstler, Gründer, Arbeitgeber und Manager für Transformation und Innovation sehe ich diese Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven. Die Herausforderungen sind da – aber wir haben ein großartiges Land, wir haben wunderbare Menschen und wir haben eine Jugend, die gestalten will. Es gilt mehr Engagement in die kommenden Generationen zu stecken als die Bildung weiter einzuschränken und unter Druck zu setzten. Politik und Gesellschaft sind hier gefragt diese Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Als Künstler und Wirtschaftswissenschaftler kann ich behaupten für eine Vielzahl an demokratischen Parteien in der Vergangenheit gewirkt zu haben und dies unterstützt zu haben. Es ist die Vielfalt in Gesellschaft und auch in der Politik, das Sichtbarmachen friedlicher Gesellschaftswerte, die unser Land so attraktiv machen. Daher ist auch Haltung zeigen gefragt, gegen jene die unsere Demokratie ausnutzen, umbauen und einschränken wollen. Egal aus welchem politischen oder persönlichen Extrem.

Ein jeder Bürger, der für die Grundwerte unserer Demokratie einsteht, ist das Dopamin der Demokratie.

Mein aktueller Dank gilt allen Lehrern und allen Schülern und Schülerinnen, die sich für unsere Demokratie einsetzen und die Grundwerte aktiv gestalten. Setzten auch Sie lieber Leser sich ein. Beginnen Sie noch heute!

 

Dr. Kai H. Krieger

Ist Künstler, Innovations-Manager und Unternehmensgründer.
Er studierte Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Marketing, Banken und Finanzen sowie Politikwissenschaften. Er wurde von der Bundesregierung als Kultur und Kreativpilot ausgezeichnet und ist mehrfacher Preisträger des Landes Hessen.